Album des Jahres?

Egal ob solo oder mit den Red House Painters und Sun Kil Moon, Mark Kozelek aus Ohio ist vielleicht einer der produktivsten und gleichzeitig unterschätztesten Songschreiber des nordamerikanischen Kontinents – auf jeden Fall ist er einer der abgrundtief ehrlichsten Vertreter seiner Zunft. Sein neues Werk “Benji” ist nicht weniger als ein absolutes Meisterwerk und vermutlich das Americana-Highlight des Jahres.

Pures Gold

Es gibt diese Momente nicht oft, in denen sich ein Stück Musik ohne Vorahnung in uns festsetzt, ohne je wieder loszulassen. Nur in den wenigsten Augenblicken entpuppt sich ein solcher Schimmer schlussendlich als das erhoffte, pure Gold, das für immer bleibt. Doch wer nur lange genug bereit ist zu schürfen, der wird dafür entlohnt, ganz sicher. Weiterlesen

England’s Finest II

Seine Wurzeln liegen im Britpop der 90er Jahre, einst griff er an der Seite von Jarvis Cocker für Pulp in die Saiten und schuf dann auf Solopfaden schlussendlich jenen erhabenen Großstadtsound, der in so manchen Momenten die Magie des Königs von Graceland und Frank Sinatra heraufbeschwört.

Wer über England’s Songwriter-Elite des neuen Jahrtausends philosophiert, der sollte sich demnach auch an den Namen Richard Hawley erinnern.

Derzeit finden sich einige der wichtigsten Songs des Mannes aus der tristen Industriestadt Sheffield auf dem Soundtrack des aktuellen Kinostreifens “I, Anna” wieder. Hawleys vielleicht ultimativer Track “Coming home” stammt von seiner 2001 erschienenen Debüt-EP.

England’s Finest I

Mit der Reputation legitimer Nick Drake-Vergleiche und einer mehr als zehn Jahre alten BRIT-Award-Nominierung für sein selbstbetiteltes Debütalbum sollte er eigentlich bis heute als einer von Englands Vorzeige-Songschreiber im Fokus stehen. Doch nur den allerwenigsten ist der Name Tom McRae, geschweige denn seine Musik überliefert.

Kürzlich veröffentlichte der lyrisch oft unerreichte Musiker aus Essex den zweiten Teil seines letzten grandiosen Longplayers “The Alphabet of Hurricanes” unter dem Namen “From the Lowlands”.

Darauf auch enthalten, der eigentliche Titel-Song, ein echter Geniestreich, ein Stück pures Gold, wie man es nur ganz selten findet.

Shaken by a broken rail in Princeton, Illinois,
With time to kill, I drank my fill and gave the Jukebox all my coins.

Top 10: Skandinavien

Skandinaviens unendliche Weite birgt schon seit jeher eine gefühlt schier endlose Zahl an herausragenden Songschreibern und Instrumentalisten. Nach langer Sortiererei deshalb nun endlich eine persönliche Liste in umgekehrter Reihenfolge der zehn großartigsten Alben dieses Jahrtausends aus dem kalten hohen Norden. Weiterlesen